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Predigt-Entwurf 1:

Das Feuer in uns Erwachsenen
neu entfachen

In diesen Monaten ist wieder (in den letzten Monaten war wieder) Erstkommunion-Vorbereitung:
Kinder durchaus begeisterungsfähig  - und viell. erinnern wir uns noch an unsere eigene Begeisterung, Ergriffenheit ...
vielleicht hatten wir damals Feuer gefangen - viell. erleben wir Kinder, die Feuer gefangen haben

leider ist Erstkommunion heute bei nicht wenigen wie ein Strohfeuer, das schnell wieder erlischt
und manchmal nicht mal ein Strohfeuer ... - für die, die mit vorbereiten, eine schmerzliche Erfahrung

Wirft die Erfahrung mit der Erstkommunion nicht ein bezeichnendes Licht auf die Situation der Kirche heute:
zu besonderen Anlässen wird Kirche geschätzt und gesucht - bei Festen wie bei schmerzlichen Anlässen, bei Katastrophen - darf sie nach wie vor nicht fehlen -

aber ist es nicht so, dass man sich dabei bisweilen gar nicht so richtig wohl fühlt:
als Besucher, weil man spürt, dass man da gar nicht oder nicht mehr zu Hause ist -
Raum, Riten, Gebräuche einem fremd sind ... - sie können nicht (mehr) von innen mitvollzogen werden
man steht nicht dahinter ...
als regelmäßiger Kirchgänger spürt man die Fremdheit, manches ist einem viell. peinlich -
und es wird einem wieder mal schmerzlich bewusst, wie die Situation v. Glaube und Kirche ist.

denn: im normalen Leben: Glaube oft etwas Äußerliches -
etwas, das viele abgelegt haben, wie Kinderkleidung - man ist rausgewachsen ... -
oder der Glaube wie aus der Mode gekommene Kleidung,
die im Schrank hängt - vielleicht als Erinnerungsstück aufbewahrt wird - aber selbst zu besonderen Anlässen kaum noch herausgeholt wird

ist eher wie ein alter Hut - ein Hut, wie ihn noch meine Mutter bei meiner Erstkommunion trug -
den man viell. noch im Schrank aufbewahrt und in Fotoalben anschaut
aber er ist nicht mehr für das normale Leben, er ist mehr etwas fürs Museum

Fest wie Erstkommunion für manchen:
Erinnerung an früher - an das, was mich damals berührt und begeistert hat,
aber doch oft mit Wehmut verbunden - es stellen sich Fragen wie:

wie sieht es heute bei mir aus? wie erleben es heute die Kindern, Eltern ....?
Wie geht es weiter mit der Kirche? Geht es überhaupt weiter? -
Wie geht es uns im Blick auf Enkel, Kinder, Partner?
Wie sieht es aus in 10,20,30 Jahren, wenn die EK-Kinder von heute selbst Eltern sind ....

Früher trugen einen Traditionen, Schule, Vereine, Dorfgemeinschaft ganz selbstverständlich mit durch das Leben
man wuchs da hinein - es lief so ganz automatisch -
das aber heute nicht mehr - und man kann sich nicht mehr hinter Schule, Tradition usw. „verstecken"

Ist Glaube: ein alter Hut - zu klein gewordene oder aus der Mode gekommene Kleidung - , die man nicht mehr anzieht
Hat Glaube ausgedient? Nur noch für besondere Anlässe hervorgeholt - etwa zur Erstkommunion, zur Hochzeit, zur Beerdigung.

Mancher fragt sich dies vermutlich mit viel Wehmut - andere mit Achselzucken: es ist halt so: ...

Darf man überhaupt noch so selbstverständlich Erstkommunion feiern, fragt so macher -
aber: Die Kinder können nichts dafür ... - doch mit dieser Feststellung können wir die Frage nicht einfach beiseite legen:

Es ist eine Frage von uns Erwachsenen - und es ist eine Frage an uns Erwachsene

Kinder suchen erwachsene Vorbilder -
doch viele Erwachsene zehren - wenn überhaupt - von den Reserven ihrer Kindheit

Ob es uns gefällt oder nicht: Auf die Erwachsenen kommt es an -
Die Erwachsenen sind das Buch, in dem die Kinder lesen wie Leben und Glauben geht ...

Und wie ist es bei uns selbst?

Vermutlich werden nicht wenige Schmerz und Wehmut empfinden ...
wer so empfindet, zeigt: der Glaube und die Glaubensweitergabe liegt mir schon am Herzen  - es ist mir wichtig -
aber wir wissen nicht, was wir tun sollen: meist sind wir ratlos und machtlos ...-
der Sog der Zeit schwemmt immer mehr fort ... - vieles hat sich verändert
und man hält die Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit nur schwer aus ...
es ist verständlich, dass da so mancher aufgegeben hat
oder sich irgendwie versucht mit der Situation zu arrangieren

Glaube hat an Kraft und Stellenwert verloren ...

Und: was einem selbst nicht mehr so wichtig ist, das gibt man auch nicht (mehr) weiter
Wovon hingegen das Herz voll ist, davon läuft der Mund über und spricht das Leben Bände

Läuft unser Mund noch über - brennt in uns noch ein Feuer?
wie sieht es aus bei uns?
eher auf Sparflamme oder mit halber Flamme ... -
oder brennt in uns ein Feuer - brannte mal ein Feuer
aber heute regelrecht innerlich ausgebrannt ...

Egal wie es ist: Frage:

möchte ich das Feuer (neu) entfachen
wäre es schön, mir wichtig, wenn und dass ein neuer Funke springt

Meine Erfahrung:
Viele sind innerlich ausgewandert - für viele ist Kirche ein alter Hut
Aber das gilt nicht für alle:
viele suchen - viele leiden darunter, dass es für andere ein alter Hut ist - sind aber hilflos/ratlos

Um das Bild vom Feuer zu nehmen:
Es ist durchaus noch Glut im ehemaligen Feuer, ja es ist viel Glut unter der Asche, so ist mein Eindruck ...

Aber meist ist man ratlos, wie man die Glut zum Brennen bringen soll
oder man weiß nicht, wie man das Feuer am Brennen halten soll

Wir brauchen frischen Wind - einen Blasebalg
wie bei einem Feuer, das am Ausgehen ist:

Wir brauchen eine Auffrischung -
einen Impuls wie die Emmausjünger,
die miteinander und mit Jesus sprachen und dann zueinander sagten:
Brannte uns nicht das Herz

dann können wir auch (wieder) andere begeistern ...
Denn: wovon das Herz voll ist, davon läuft der Mund über

dass der Glaube in unserem Herzen wieder erfüllter, brennender ist, dass er genügend Stoff zum Weiterbrennen hat:
Das ist ein Thema, das uns seit einiger Zeit im PGR beschäftigt - und über das wir mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen
Deshalb laden wir Sie ein: ....

Vor Jahren wurde ich mal in einem Zug gefragt:
Glaubst Du an Gott - JA - stehst Du auch dahinter?
Zukunft der Kirche: hängt davon ab, ob Menschen sagen können „Ich stehe dahinter"
der Glaube ist für mich nicht nur etwas Äußerliches, sondern auch innerlich ...

Ja, die Zukunft der Kirche hängt davon ab,
ob wir als Erwachsene das Feuer des Glaubens am Brennen halten -
und da reicht nicht mehr die Tradition usw. - da tragen nicht mehr die Strukturen
das muss von innen getragen werden - dafür brauchen wir Kontakt, persönlichen Kontakt:
mit Gott - mit anderen, die auf dem Weg sind

Auf solche Kontakte kommt es an:
damit der Funke springt, damit das Feuer wieder entfacht wird, weiterbrennen kann


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