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Glaubenszeugnisse und Erfahrungen

Ingrid Hillen
Ingrid Hillen

Für mich war es ein letzter Versuch ... Eigentlich war ich eine kirchlich sehr engagierte Frau. Doch enttäuscht vom Kirchenvolksbegehren, wütend auf einige kirchliche Amtsträger, von denen ich mich sehr verletzt fühlte, war ich völlig frustriert und bereit, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren. In dieser Stimmung fiel mir das Prospekt vom Vallendarer Glaubenskurs in die Hand. Wie gesagt hatte ich mich bis dahin kirchlich sehr engagiert. Nach der Zeit der Jugendarbeit hatte ich zwar meine „Kirchenpause“ eingelegt, war aber dann durch die Kommunionvorbereitung unserer beiden jüngeren Kinder wieder näher mit der Pfarreiarbeit in Berührung gekommen. Es machte mir Freude, mich für meinen Glauben zu engagieren und so war ich schnell in den verschiedensten Aufgabenbereichen tätig: im Pfarrgemeinderat, Dekanatsrat, im Besuchsdienst und Liturgiekreis, im Vorstand der Pfarrei, in der kfd usw. Hier wurde ich gebraucht und konnte meine Talente einbringen. Während der Kommunionvorbereitung der Kinder hatten mich die Fragen beschäftigt wie „Was bedeutet mir mein Glaube? Ist er mir noch wichtig?“ Aber ich war dann sehr schnell wieder von diesen tiefergehenden Fragen weggekommen und hatte ich mich in der organisatorischen Arbeit wiedergefunden. Bald musste ich erfahren, dass dann, wenn man für seine Überzeugung eintritt und damit in die Öffentlichkeit geht, einem so mancher Gegenwind ins Gesicht bläst, manchmal auch von kirchlicher Seite. Schließlich war der Punkt erreicht, an dem ich einfach aufgeben wollte. Ich fühlte mich wie der dargestellte Baum. BaumWenn ich auf das Bild von diesem Baum schaue, muss ich sagen, dass ich mich nur in der Baumkrone aufgehalten habe. Die Äste aber, die mich tragen sollten, waren mit der Zeit morsch geworden, weil ich vergessen hatte Wasser aufzunehmen. Ich hatte mich eingesetzt, organisiert, gearbeitet, aber nichts für meinen Glauben getan. Der war irgendwie in den Kinderschuhen stecken geblieben. Und bei morschen Ästen ist die Windbruchgefahr dann sehr groß. Von mancher „Sturmböe“ fühlte ich mich sehr tief getroffen und verletzt - und hatte dem nichts entgegen zu setzen. Ich war also drauf und dran der Kirche den Rücken zu kehren und hätte damit wahrscheinlich auch meinen Glauben über Bord geworfen. In dieser Zeit ist mir ein Informationsblatt vom Vallendarer Glaubenskurs in die Hand gefallen und ich habe meinen Mann überredet mit mir zu fahren. Für mich habe ich es als letzten Versuch angesehen. Wir sind nach Vallendar gefahren ohne genau zu wissen, was uns eigentlich erwartet. Und dann haben mich gleich zu Beginn die Aussagen: „Gott liebt dich, weil du es bist! Gott hat dich beim Namen gerufen!“ tief getroffen. Darauf konnte ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht einlassen und ich wollte es auch nicht. Es ging nicht um Struktur, Organisation oder irgendein Sachwissen. Plötzlich war ich persönlich mit meinem Glauben angefragt. . Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber da ich meinen Mann schließlich überredet hatte mit mir zu fahren, konnte ich jetzt nicht plötzlich sagen: „Ich fahre nicht mehr mit!“. Also musste ich da durch. Es ist mir sehr schwer gefallen. Gott kam mir auf einmal viel zu nah und ihn so dicht an mich heranlassen, wollte ich nicht. Mit einem Gott, den ich auf Abstand halten konnte, ließ sich viel besser nach meinen eigenen Vorstellungen leben. Mir hat damals sehr geholfen, dass in den Begleittexten des Kurses immer wieder auch auf meine Situation eingegangen wurde. Da wurde mir die Möglichkeit eingeräumt, zunächst einmal auf Abstand zu gehen. Mir hat es dann sehr geholfen, dass ich in den Kleingruppengesprächen erfahren durfte, dass ich mit meinen Problemen ernst genommen wurde. Jeder hatte irgendwo seine Problemstellen. In diesem ersten Kurs habe ich es meinen Gruppenleitern und aber auch mir selber nicht leicht gemacht. Nach dem Kurs bin ich erst mal wieder auf Abstand gegangen. Aber Gott hat nicht locker gelassen. Etwas in mir war aufgebrochen, meine Wurzeln hatten, um noch einmal im Bild von dem Baum zu bleiben, wenn auch zunächst nur sehr zaghaft, neues Grundwasser gefunden. Mir war das zunächst noch gar nicht bewusst, ich habe nur gespürt, dass mich etwas gepackt hatte. Es war wie eine Herausforderung. Und klein beigeben, aufgeben liegt mir eigentlich gar nicht. Auf jeden Fall habe ich den Glaubenskurs bei nächster Gelegenheit wiederholt – und ich kann heute sagen: es ist eine lebendige Beziehung zwischen Gott und mir entstanden. Ich bin sehr dankbar, dass ich herausgefordert wurde mir Gedanken über meinen Glauben und meine Gottesbeziehung zu machen. Ohne diese Erfahrungen hätte ich manche Aufgaben, die sich mir in den Weg stellen, nicht bewältigen können. Durch meine Tätigkeit in der ambulanten Hospizarbeit, d.h. in der Sterbe- und Trauerbegleitung und im Besuchsdienst unserer Heimatpfarrei wie als Mitarbeiterin bei Glaubenskursen möchte ich auch andere am Leben Gottes teilhaben lassen.

Ingrid Hillen, Neuwied-Gladbach

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