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Glaubenszeugnisse und Erfahrungen


Und plötzlich war er da…

Wir hatten einen Sohn bekommen. Nach langem Warten und vielen Versuchen wurde uns doch noch und ganz und gar unerwartet ein Kind geschenkt. Getauft sollte er werden. Da war ich mir ganz sicher. Den Segen Gottes wünschte ich mir für ihn. Ich staunte selbst ein bisschen über diesen Wunsch, da ich selbst schon länger keiner Kirche mehr angehörte.

Dass der liebe Gott kein freundlicher älterer Herr mit Bart ist, hatten Sie mir in der Schule nach und nach erzählt. Was ich stattdessen glauben konnte, davon sprach dann aber keiner mehr. Und so löste sich mein inniger Kinderglaube mit den Jahren immer mehr auf, bröckelte hier und da, mit all den Kritikpunkten an der Amtskirche. Bis ich mich irgendwann ganz von ihr abwandte und austrat. Es folgten viele Jahre mit einem bunten Mischmasch aus vielen Weltanschauungen und Weltreligionen.

Und jetzt sollte der kleine Johannes getauft werden. Im Taufgespräch sagte der Pater einen Satz, der in mir etwas in Bewegung brachte: „Jesus Christus steht für mich im Mittelpunkt. Und ich werde nicht um jeden Preis taufen.“ Ich fand diese Aussage sehr beeindruckend. Einerseits sehr offen und doch blieb er ganz kompromisslos bei seiner inneren Überzeugung. Ich dachte: ‚Gut, wenn dieser Pater sich so bemüht, dann will ich auch meinen Teil dazu beitragen.’ Davon berührt wollte ich schauen, was mein Teil ist und was ich dazu beitragen kann.
Aber was bzw. wie kann ich heute als Erwachsener glauben und dies meinem Kind vermitteln? „Da gibt es einen Crashkurs direkt vor ihrer Haustür, ein Glaubenskurs in kompakter Form“ so der Pater. ‚Vier Tage Nachhilfe in Religion’ hab ich gedacht, ‚da kann ich mal hören, was ich heute als erwachsener Christ so glauben kann. Schluss mit dem Glaubensbrei aus tausend und einer Quelle.’

Und so saß ich dann in meinem damals ersten Glaubenkurs. Und es kam alles ganz anders, als ich gedacht hatte. Aber es kam gut. Der für mich prägende Satz des ersten Tages war: „Weil Du es bist“. Diese, für mich fremden Menschen bei denen ich mir aus verschiedenen Gründen zunächst etwas „exotisch“ vorkam, nahmen mich an, so wie ich gekommen war. Niemand sagte: Du musst, Du darfst nicht oder da bist Du nicht richtig. Selten in meinem Leben wurden meine Fragen, Zweifel und auch meine Ängste so ernst genommen wie hier und gleichzeitig als völlig selbstverständlich akzeptiert. „Weil Du es bist“ war auf einmal viel viel mehr geworden als nur ein Wort.
Dieses lebendige, gelebte Glaubenszeugnis hat mich zutiefst bewegt. Und so konnte sich auch in mir etwas lösen und bewegen.

„Weil Du es bist“. Mit diesem Satz hat für mich der Weg zum Glauben wieder neu begonnen.
In diesen vier Tagen des Kurses ist noch viel Interessantes, Aufregendes und völlig Unerwartetes für mich geschehen.
Und so unerwartet wie Johannes den Weg zu uns gefunden hatte, so unerwartet war ich und bin ich auf einem neuen Weg zum Glauben unterwegs.

Frank Will, Kadenbach

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