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Glaubenszeugnisse und Erfahrungen

Gottvertrauen auch in Bedrängnis und Leiden

Ich stamme aus einem christlichen Elternhaus und schon früh beeindruckte mich das Leben meiner Tante. Sie litt seit ihrer Kindheit an den Folgen einer Rückgrad-Erkrankung und musste häufig Schmerzen aushalten. Aber sie machte davon kein Aufhebens. Sie „opferte ganz bewusst ihre Schmerzen Jesus auf“, wie sie es nannte. Dabei blieb sie ausgeglichen, ja heiter und verschenkte nicht selten das Wenige, das sie hatte.

Wenn ich sie auch bewunderte, so wäre ich zu keiner Zeit bereit und fähig gewesen, Schmerzen und Opfer auf mich zu nehmen. Von ihr wurde ich als Kind auf die Christen aufmerksam gemacht, die wegen ihres Glaubens benachteiligt und sogar verfolgt wurden. Dabei hatte sie ein deutliches Beispiel vor Augen, nämlich einen Freund ihres Bruders, der Pfarrer war und in Dachau starb. Für mich gehörte diese notleidende Kirche ganz selbstverständlich zum Erscheinungsbild unserer Kirche dazu. Besonders Einzelschicksale von Menschen, die einem enormen psychischen und oft auch physischen Druck ausgesetzt waren, beeindruckten mich. Hier bekam ich eine Ahnung davon, was Christsein wirklich ausmacht, nämlich trotz aller Anfeindung treu zum Glauben zu stehen und dabei den Nächsten, der mitunter sich als Feind zeigt, zu lieben.

Vor einigen Jahren zog eine russland-deutsche Frau in unser Dorf, die, wie so manch anderes tapfere Mütterchen, mit Gebetstreffen den Glauben in der Sowjetunion am Leben erhalten hat, bis später in der Zeit der Perestroika öfter Priester kamen und sie beim Bau einer Kirche Hand anlegen konnte. Ich hatte vor solchen Menschen, die in der Bewährung standhielten, große Hochachtung und ich war überzeugt, dass Gott ihnen eine besonders große Hilfe zuteil werden ließ, ihnen auch viel näher ist als er mir sein konnte.

Und doch konnte ich Leid und Glaube immer noch sehr schwer zusammenbringen. Erst im Glaubenskurs wurde mir bewusst, dass Jesus jedem Menschen, der ihn um Hilfe bittet, nahe sein und beistehen will. Nicht indem er ihn unbedingt von seiner Not befreit, sondern indem er sich zu ihm begibt, mit ihm leidet und ihn stärkt. Dies zu verstehen braucht es Zeit, aber noch mehr ein solches Vertrauen zu Jesus aufzubauen, das offensichtlich die bedrängten Christen besitzen. Ich habe dort gelernt, wie wichtig das Vertrauen und das Einüben ins Vertrauen zu Gott ist. Erst damit mache ich wirklich die Tür zu Jesus auf und stelle jenen Kontakt zu ihm her, den ich glaubte schon zu besitzen. Es war ein langer Weg, auf dem ich lernte Leiden und Glauben zusammenzubringen – und ich bin damit noch nicht fertig. Aber ich fühle mich verstanden und in Schwierigkeiten getragen. Und das spornt an.

Bernhard Scharfenberger, Bad Ems

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