Wege erwachsenen Glaubens Vallendar
Schmunzelecke - Witz der Woche

Ein Vater nimmt seinen Sohn Linkmehr

WeG auf YouTube

unser YouTube-Kanal Linkmehr

Unsere neue Homepage

LinkLink zu unserer neuen Homepage


Administration · Impressum/Datenschutz

Glaubenszeugnisse und Erfahrungen


Kommt und Seht

2004 stand ich an einem Punkt, wo mich viele Fragen plagten. „Du bist jetzt bald 30, hast gerade geheiratet, wirst bald Vater, dein Beruf zehrt dich auf, … Wie soll es weiter gehen? War es das? Ist das dein Leben, deine Zukunft?“ Es war alles andere als das, was ich mir unter einem glücklichen Leben vorgestellt habe. Werde ich jetzt noch über 30 Jahre arbeiten müssen und die Entwicklung meines Kindes verpassen?

In dieser Zeit fiel mir ein Prospekt in die Hände, auf dem über einer stilisierten Flamme zu lesen war: „Das Feuer neu entfachen – 8wöchiger Glaubenskurs“ Meine Frau fragte: „Kann man Glauben lernen?“ Ich überflog die Zeilen: „ Ein neuer Zugang zu Gott, beten lernen, Umgang mit der Bibel, …“ klingt interessant, dachte ich, ist aber bestimmt nichts für mich.

Doch die Gedanken an den Glaubenskurs ließen mich nicht los. In den folgenden Wochen trug ich das Faltblatt in meiner Jacke mit mir herum, nahm es heraus, las es mir immer wieder durch und steckte es wieder ein.

An einem arbeitsfreien Tag machte ich mich auf den Weg nach Trier. Ich ging durch die Stadt und kam an den Domplatz, auf dem viele Pavillons und Zelte aufgebaut waren. Neugierig ging ich darauf zu und erfuhr, dass in diesen Tagen die „Heilig-Rock-Tage“ stattfanden.

Nach dem Besuch an einigen Ständen betrat ich den Dom. Als ich an der Absperrung vor dem Altar ankam, drehte ich mich um und… Ich konnte es nicht glauben aber mein Blick fiel auf zwei gestaltete Stoffbahnen, auf denen in großen roten Lettern „ KOMMT UND SEHT“ geschrieben stand. Sofort waren meine Gedanken wieder beim Glaubenskurs, der am darauf folgenden Tag begann.

Völlig fassungslos setzte ich mich erst einmal in die Bank, um dort einen Moment zu verweilen. Und als ob es noch nicht genug wäre, begannen die Glocken zu läuten. Die Bänke füllten sich, und ehe ich mich versah, saß ich mitten in einem Gottesdienst.

Ich danke Gott für seinen Diener Bischof Genn (Bistum Essen), der die Worte „Kommt und Seht“ aufgriff und predigte, dass wir uns all zu oft von Vorurteilen leiten lassen. Statt uns auf den Weg zu machen und zu schauen, bleiben wir wo wir sind und wissen nicht, dass wir womöglich gerade die Chance unseres Lebens verpassen. In diesem Moment kam der Entschluss: „ Du gehst da morgen hin.“

So saß ich nun beim ersten Treffen des Glaubenskurses und hörte zusammen mit vielen anderen die Geschichte von den Emmausjüngern. Diese 2000 Jahre alte Erzählung aus der Bibel hätte in diesem Moment meine eigene Geschichte sein können so sehr habe ich mich mit diesen Jüngern identifiziert.

Auf dem neu begonnenen Glaubensweg merkte ich, dass sich in meinem Denken etwas verändert hat. Viele Dinge, die ich bisher für Zufall oder Glück gehalten habe, erkannte ich als das Werk Gottes. Ebenso glaubte ich bisher nie gebetet zu haben, ohne zu merken, dass ich es doch tat. Mir wurde bewusst, dass ich IHM die ganze Zeit näher war als ich es vermutete und ER mich schon immer begleitet und geleitet hat. Mir wurde bewusst, wie wenig ich mein eigenes Leben in der Hand habe und, dass ER es ist der mich immer dorthin führt, wo ER mich gerade braucht. Wie bei den Emmausjüngern ging Jesus auch an meiner Seite und ich erkannte ihn nicht.

Ich lernte IHM zu vertrauen und in schwierigen Situationen zu sagen: „ HERR, hilf Du mir.“ Wenn ich heute Pläne für die Zukunft mache, dann geschieht das immer mit dem Satz „Sofern es Gottes Wille ist.“

Auch wenn sich an meiner beruflichen Situation nichts verändert hat, so finde ich doch noch genug Zeit für meine Familie und habe sogar noch zusätzlich die Kraft mich aktiv in die Glaubenskursarbeit einzubringen. Ich freue mich auf die Aufgaben, die ER noch für mich hat und hoffe, dass ich IHN auch in Zukunft immer mehr an meinem Leben teilhaben lassen kann.

Jörg Odenbreit, Neuwied

Linkweitere Glaubenszeugnisse und Erfahrungen


WeG-Initiative "Glaube hat Zukunft" · Pallottistr. 3 · 56179 Vallendar · Tel. 0261/6402-990 · E-Mail: kontakt@weg-vallendar.de · Kontakt