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Das AnliegenPallottinerpater Hubert Lenz

Ja -Wort als Erwachsener
wäre nötig

Impulse zu Katechese und Neuevangelisation beim Tag der Pfarrgemeinderäte in Fulda

Von Evelyn Schwab (Bonifatiusbote, Bistum Fulda)

Der Lebensraum Kirche muss neue Zugänge erhalten. Das fordert Pallottinerpater Hubert Lenz, Professor für Philosophie und Leiter des „Vallendarer Glaubenskurses“. Er sprach beim Tag der Pfarrgemeinderäte im Fuldaer Bonifatiushaus.

„Die Bereiche Glaube und Kirche sowie Leben und Gesellschaft trennt oft eine große Kluft“, beschrieb Pallottinerpater Lenz die Wirklichkeit. „Vieles läuft heute so ab, als ob es Gott nicht gibt.“ Die Zeiten, in denen gesellschaftliche Institutionen wie Staat oder Schule mit der Kirche zusammen dafür sorgten, dass Bürger auch Christen blieben, seien vorbei. Der Spagat zwischen Lebensalltag und religiösen Maßstäben werde immer schwieriger.

Familienmitglieder wuchsen ins Christsein

Der Leiter der Projektstelle Vallendar „Wege erwachsenen Glaubens“ führte als Beispiel ein „2000- Einwohner-Dorf des Rheinischen Katholizismus“ an: „Noch 1970 waren die Männer des Ortes gewohnt, in zehn Vereinen Mitglied zu sein, auch der Pfarrer war in jedem präsent.“ Die Folge: „Allein über Vereinsfeste, Beerdigungen, Verstorbenengedenken oder Verpfl ichtungen durch Nachbarschaft und Freundschaft besuchte jeder dieser Männer mindestens 40 Mal im Jahr einen Gottesdienst.“ Kirche und Glaube seien vom gesellschaftlichen Umfeld gefördert oder wenigstens mitgetragen worden. Familienmitglieder seien selbstverständlich ins Christsein hineingewachsen.

Glaube wird nicht mehr automatisch weitergegeben

„Heute hat sich vieles drastisch geändert. Der Glaube wird nicht mehr automatisch als Erbe weitergegeben!“ Hubert Lenz, geboren in Kassel und religiös sozialisiert im selbstverständlich katholischen Elternhaus ehemaliger Heimatvertriebener, kam über die Gemeinde St. Michael und durch dort tätige Pallottiner dazu, Priester zu werden. Lenz: „Den Traum, dass Menschen zu Gott fi nden, habe ich immer noch.“

Auf die Frage, was ihm am Glauben wichtig ist, antwortet Lenz: „Die Tatsache, dass Gott zu jedem einzelnen Menschen sein Ja-Wort gesprochen hat.“ Die Zusage, ohne Vorleistungen absolut wertvoll zu sein, mache eine persönliche Vertrauensbeziehung zu Gott möglich. „Das ist das Filetstück des Glaubens!“

Wenn eine Wolke den Blick auf Gottes Liebe verschleiere, genügten bewährte traditionelle Schritte wie Taufe, Erstkommunion und Firmung nicht mehr, hielt der Referent fest. Kirche brauche „mehr Wege erwachsenen Glaubens“. Leider gebe es kein Sakrament, keinen „Aufhänger zur religiösen Vertiefung“ nach der Jugendzeit. Über die bisher vorhandenen Begegnungsfelder hinaus, wie etwa Sakramentenkatechese oder die Bereiche Krankheit und Tod, sollten neue Felder erschlossen werden.

Als Anregung für die ehrenamtlichen Teilnehmer des Treffens aus Pfarrgemeinderat und katechetischer Arbeit hielt Lenz fest: „Neben einer Katechese für Ungetaufte müsste es auch für Getaufte dem Katechumenat ähnliche Wege geben!“ Wer wolle, könne dabei noch als Erwachsener seine Einführung in das Christsein nachholen oder festigen. Lenz: „Zu dem, was schon lange hinter uns liegt, der Taufe, bräuchten wir ein erwachsenes Ja-Wort.“

 

Im großen Saal des Bonifatiushauses: Pater Hubert Lenz (am Pult) und die Leiter der Arbeitskreise

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