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Schritte zur UmsetzungHaupt- und Ehrenamt

Das Engagement und die innere Überzeugungskraft der Ehrenamt-lichen hat mich nicht nur am meisten beeindruckt, sondern auch beschämt", sagte vor einigen Jahren ein Priester am Ende eines Glaubenskurses. Und eine andere kirchlich sehr engagierte Teilnehmerin fragte nach einem Kurs: „Pater Lenz, ist Ihnen eigentlich bewusst, welch Schatz Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind?!"

Die Glaubenskursarbeit wird bei uns in Vallendar und andernorts ganz wesentlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgetragen und verantwortlich mitgestaltet. Begonnen hat ihr Weg damit, dass sie zunächst selbst als Teilnehmer/innen eines Kurses zu uns gekommen sind, dann ihre Erfahrungen vertiefen wollten, ggf. weitere Angebote wahrgenommen haben und so Schritt für Schritt in die Mitarbeit hineingewachsen sind. - In der Gemeindearbeit haben sich Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendkatechese schon lange bewährt und sind unverzichtbar geworden. In der Erwachsenenkatechese ist dies vielfach noch ungewohnt. Doch sind auch und gerade hier die persönlichen Glaubens- und Lebenserfahrungen von erwachsenen Christen, die ihren Glauben in Familie, Beruf und Gesellschaft bewusst und engagiert leben wollen, für andere Erwachsene ein wertvolles Zeugnis, das Mut macht, sich selbst auf den Weg zu machen bzw. ihn weiter zu gehen.

Ein gutes Miteinander von hauptamtlichen Seelsorgern und „Laien" - von Sachverstand, pastoraler Erfahrung, spiritueller Suche und breit gestreuter Lebenserfahrung - ist nicht nur gegenseitige Bereicherung und Unterstützung, sondern für die Zukunft der Kirche von entscheidender Bedeutung. Vor allem ermutigt das erlebte Miteinander des Teams die Teilnehmer/innen, sich auf die Einladung zum geistlichen Prozess einzulassen. Seit biblischer Zeit geschieht Glaubensweitergabe durch authentische Zeugen, ob es nun „hauptamtliche" waren wie die Apostel oder „ehrenamtliche" wie die Frau am Jakobsbrunnen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen können - wie hauptamtliche auch - nur weitergeben und mittragen, was sie selbst als wertvoll erfahren haben. Unsere Kurse zeigen immer wieder, dass der Wunsch nach Austausch über die eigenen Glaubenserfahrungen und das eigene Suchen und Fragen groß ist. Wir erleben dabei immer wieder, wie in den Gesprächsgruppen Menschen bereit und fähig werden, über ihre Erfahrungen zu sprechen, ihren Glauben mit anderen zu teilen und sich in ihrem Privatleben wie in der Kirche um ein authentisches Zeugnis zu bemühen. All dies braucht freilich seine Zeit und die Möglichkeit des schrittweisen Hineinwachsens. In Kursen wie "Unterwegs nach Emmaus", "Ja, ich bin getauft" und im Glaubenskurs liegt die Chance, dass diese Mitarbeit ein geistliches Fundament erhält und immer wieder von der wichtigsten Ressource kirchlichen Handelns, nämlich der Beziehung zu Gott, gespeist und gestärkt wird. Der von Hauptamtlichen zunächst erforderliche Mehreinsatz wird schon bald und vielfach zurückgeschenkt.
Soll es in der Breite nicht zu einer „religiösen Versteppung" kommen, ist es bei der zunehmenden Vergrößerung und Zentralisierung unserer Seelsorgeeinheiten lebenswichtig, dass Kirche im Nahbereich erfahrbar bleibt. Dies wird nur durch vor Ort präsente Gläubige möglich sein, die sich dabei mit Gleichgesinnten verbunden wissen. Interessierte dafür zu motivieren, zuzurüsten und zu stärken, gehört im Blick auf die Zukunftsfähigkeit unserer Pastoral zu den wichtigsten Herausforderungen und Aufgaben. Glaubenswege für Erwachsene können dieses Anliegen und diesen Prozess wirksam unterstützen.

Die Bildung eines (Verantwortlichen-)Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen hat für das WeG-Konzept zentrale Bedeutung. Dies ergibt sich nicht nur aus pragmatischen Erwägungen angesichts knapper werdender personeller Ressourcen, sondern gründet in der persönlichen Berufung aller Getauften zur Nachfolge und damit zur Teilhabe am Lehr- und Hirtendienst Jesu Christi. Das biblische Bild vom „Leib Christi" erinnert ausdrücklich daran, dass in der Kirche wie in einem Organismus alle Glieder aufeinander bezogen und miteinander verbunden sind. Jedes ist einzigartig und unentbehrlich für das Ganze. Gerade ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die in vielfältigen gesellschaftlichen und sozialen Kontexten beheimatet sind, vermitteln durch ihre je persönlichen Erfahrungen, Sichtweisen, Prägungen und Gaben etwas von der Reichhaltigkeit und Fülle des christlichen Glaubens und können oft auch eher Menschen in den unterschiedlichsten Milieus verstehen und ansprechen. Sollen Ehrenamtliche tatsächlich in dem hier beschriebenen Sinn ihre je eigene Berufung wahrnehmen, bedürfen sie in der Regel der Förderung und ermutigenden Begleitung durch Hauptamtliche.


WeG-Initiative "Glaube hat Zukunft" · Pallottistr. 3 · 56179 Vallendar · Tel. 0261/6402-990 · E-Mail: kontakt@weg-vallendar.de · Kontakt